An vier Workshoptagen standen die Grundlagen der digitalen Klangverarbeitung im Mittelpunkt. Ziel war die Programmierung eines erweiterbaren Software-Baukastens zur Realisierung generativer Klanginstallationen. Ausgehend von einer Klangdatenbank wurden selbststeuernde Abspielmodule programmiert, dynamische Filter und Delays als Klangeffekte und dazugehörige Modulatoren, sowie Module zur Verräumlichung. Auf Basis eines einfachen, vierkanaligen Raumklangsystems wurde eine abschliessende digitale Mixereinheit umgesetzt. Natürlich kam auch die Arbeit an einer einheitlichen, benutzerfreundlichen Oberfläche nicht zu kurz; auch durfte ein Ausblick auf die sonstigen Möglichkeiten von MAX/MSP nicht fehlen.
In einer Abschlusspräsentation konnten nun die von den Workshopteilnehmern programmierten Module im Zusammenspiel ihre Qualitäten unter Beweis stellen. Gefüttert mit assoziativen Klängen aus der Welt von Material, Produktion und Umformung entstand in Echtzeit eine dichte, eindrückliche Klangkulisse aus ratternden, rauschenden, teils schnaufend und fauchend verfremdeten Geräuschen, die sich wunderbar eignet, den Themenkomplex unseres Grossprojektes “Plexwerk” beim Sommerevent in Göschenen akustisch zu untermalen.
Teilnehmer: Fabian Gartmann, Konrad Sigl, Klaus Bernhard, Roland Pavloski, Gianni Horst
Gastdozent: Andreas Krach



