100000
Der Alumni Jonas Burki erhält den W.A. de Vigier Preis.

Ein leuchtendes Beispiel für Innovation nennt die Stiftung den ehemaligen HyperWerker Jonas Burki, der die bisher wohl grösste an einen HyperWerker ausgeschüttete Preissumme von runden 100’000 CHF  für seine Diplomarbeit entgegennehmen durfte.
Es folgt die Presseerklärung der Stiftung:


Jonas Burki aus Olten hat die Sonne auf seiner Seite. Für seine innovativen  SUN_D Leuchtanzeigen bündelt der Solothurner das natürliche Licht des  Himmelskörpers und nutzt es für die visuelle Darstellung von Bildern und Texten.  Die Wirkung ist erstaunlich: Burkis nachhaltige Sonnen-Displays, die im  Gegensatz zu LED-Bildschirmen oder Plasma Screens fast ohne Strom leuchten,  erscheinen als strahlend neues Medium, das Informationstechnologie und Raumgestaltung ästhetisch und künstlerisch verbindet.

Solothurn, 18. Juni 2009 – Das Problem ist bekannt: Leuchtschriften und  Bildschirme funktionieren bestens, solange die Umgebung genügend dunkel ist.  Sobald sich jedoch die Sonne zeigt, ist Schluss mit der Lesbarkeit. Warum  eigentlich nicht die lichtstarke Konkurrentin aller künstlichen Beleuchtungen  selbst einspannen und ein Display konstruieren, das solar funktioniert? Diese buchstäblich einleuchtende Frage stand am Anfang von Jonas Burkis Diplomprojekt an der Schule für Gestaltung und Kunst der FHNW. Als Antwort darauf erblickte SUN_D das Licht der Welt – nach zahllosen Stunden des Konzipierens, des Suchens nach den richtigen Materialien und des Tüftelns in der Werkstatt.

Das Original leuchtet am schönsten
Nach dem Motto «Leuchten ohne Strom» nutzt Jonas Burkis Entwicklung das Tages- und Sonnenlicht als Gratis-Ressource für eine radikal einfache, natürliche und ästhetische Art der Informationsgestaltung. Die Bilddarstellung auf SUN_D baut weder auf Photovoltaik noch auf Sonnenthermie auf, sondern auf der direkten Verwendung der primären Lichtquelle, der Sonne. Die Leuchtwirkung variiert mit der Sonnenstrahlung, ist angenehm fürs Auge und blendet nie. Aufgefangen und weitergeleitet wird das Licht von einer Vielzahl von aneinandergereihten Plexiglasröhren. In eines der zwei Enden jeder Röhre ergiessen sich, vereinfacht gesagt, die Sonnenstrahlen, um am anderen Ende als Pixel Teil einer textlichen oder bildnerischen Botschaft zu werden. Da die Gesamtheit der Röhren einen eher groben Raster ergeben, wirkt SUN_D am besten aus einer gewissen Distanz.

The medium is the message
Die SUN_D-Produktpalette reicht von statischen, kostengünstigen Leuchtanzeigen bis hin zu doppelseitig bespielbaren Rauminstallationen, die
wechselnde Bilder projizieren. So oder so kommt das SUN-Display als neues Kommunikationsinstrument besonders gut in Werbung, Kunst und Architektur an, indoor und im Freien. Dabei wirkt allein schon das Design als sinnlicher Hingucker, was das Medium zu einem Aufmerksamkeit erheischenden Teil der Botschaft macht. So kam SUN_D zum Beispiel an einem der grössten Freilichtspektakel der Schweiz – «Karls kühne Gassenschau» – prominent zum Einsatz, oder auch am Ars Electronica Festival in Linz, wo Jonas Burkis Kreation den «The Next Idea» Art and Technology Grant gewann. Das Interesse an SUN_D wächst kontinuierlich, auch von Seiten der Grossunternehmen, denn die
Sonnenbildschirme übertragen immer auch innovativen Geist, ökologisches Engagement und eine hohe Sensibilität für aktuelle Designtrends.

Viele streben zum Licht
«Klein anfangen» heisst im Moment die Devise – die Firma SUN_D befindet sich noch in der Aufbauphase. Das Kernteam besteht aus dem Initianten und Geschäftsleiter Jonas Burki sowie drei Mitarbeitern auf Freelance-Basis. Betriebsstandort ist der Technopark® Aargau in Windisch. Die Produktion wird vorläufig ausgelagert. Als Startup will SUN_D schnell und flexibel auf die Bedürfnisse des Marktes reagieren. Interessenten von stromunabhängigen Displays mehren sich, das Jungunternehmen verhandelt an zahlreichen Fronten. Gegenüber seinen elektrischen, vor allem in Fernost produzierten Konkurrenzprodukten, hat SUN_D mehrere Trümpfe in der Hand: die Ästhetik des natürlichen Lichts, die Nachhaltigkeit aufgrund des stromlosen Funktionierens sowie die tiefen Beschaffungs- und Betriebskosten. Das Startkapital der W. A. de Vigier-Stiftung in der Höhe von Fr. 100 000.– wird dem jungen Unternehmen helfen, seinen Innovationsvorsprung zu halten und wenn möglich sogar auszubauen. Damit verbessern sich die Chancen für ein weiteres Jungunternehmen, sich im Licht des kommerziellen Erfolges zu sonnen.

Der Preisträger
Jonas Burki, geboren 1982, kam via projektorientierte Ausbildungen und künstlerische Tätigkeiten zum Status eines Unternehmers. Die wichtigsten
Stationen seiner beruflichen Laufbahn: Matura an der Kantonsschule Olten, musische Ausrichtung, diverse Anstellungen als Webdesigner, Ausbildung zum Dipl. Interaktionsleiter FH an Institut HyperWerk der Hochschule für Gestaltung und Kunst in Basel, Stipendiumaufenthalt Futurelab Ars Electronica in Linz, 2008,  Firmengründung SUN_D mit Sitz im Technopark® Aargau in Windisch.